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title: 7. Kyu - Gelber Gürtel
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# Ausbildungsschwerpunkte
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- Auf den grundlegenden Erfahrungen des 8. Kyus soll weiter aufgebaut
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werden.
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- Das Fallen rückwärts aus dem Stand und nach einem Wurf seitwärts zu
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landen soll intensiviert und durch die Judorolle ergänzt werden.
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- Kontrolliertes Werfen nach vorne und nach hinten soll ergänz und
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intensiviert werden; die Wurfideen "ausheben", "sicheln" und
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"rotieren lassen" sollen beispielhaft so eingeführt werden, dass die
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"Wurfidee" klar wird.
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- Die Würfe sollen weiterhin überwiegend auf Ukes Aktion hin ausgeführt
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werden ("Situation nutzen").
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Das empfohlene Mindestalter zur Prüfung ist das vollendete 7.
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Lebensjahr. Die Inhalte wurden so konzipiert, dass aus Erfahrungswerten
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ein Kind in diesem Alter die Prüfung schaffen kann. Falls Kinder in
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ihrer Entwicklung voraus sind, können sie auch schon vorher geprüft und
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graduiert werden. Wir appellieren ausdrücklich an die Verantwortung des
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Ausbilders bzw. Prüfers.
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# Falltechnik
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## Judorolle vorwärts mit Liegenbleiben oder aufstehen
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<video src="./videos/falltechnik-MaeUkemi.mp4" />
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- Über beide Arme stützen.
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- Rund rolllen.
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- In der Endposition liegen bleiben.
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- Oder weiter rollen und aufstehen.
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- Soll man auf beiden Seiten üben, geprüft wird nur eine Seite.
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Fallen rückwärts und seitwärts zu beiden Seiten wurde bereits in der
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vorigen Kyu-Stufe beschrieben und soll hier intensiviert werden und auf
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höherem Niveau durchgeführt werden. Die Judorolle (Mae-mawari-ukemi)
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fällt nicht jedem gleichermaßen leicht. Daher kann sie mit
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Liegenbleiben in der korrekten Endposition **oder** mit Aufstehen
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gezeigt werden. Beides soll nur in der Grobform verlangt werden.
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# Grundformen der Wurftechnik
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## O-goshi
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<video src="./videos/grundform-OGoshi.mp4" />
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- sicherer, schulterbreiter Stand
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- Rücken-Bauch-Kontakt
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- Kontrolliertes Werfen durch Ausheben über die Hüfte
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- Uke sichern.
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- Soll man zu beiden Seiten üben, geprüft wird nur eine Seite.
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In dieser Stufe sollte unbedingt der Wurf von O-goshi/Uki-goshi geübt
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werden, der zum 8.Kyu nicht geübt wurde. Beide Würfe sollten klar
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unterschieden werden.
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## Uki-goshi
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<video src="./videos/grundform-UkiGoshi.mp4" />
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- sicherer, schulterbreiter Stand
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- Rücken-Bauch-Kontakt
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- Kontrolliertes Werfen durch Rotation um die Hüfte
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- Uke sichern!
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- Soll man zu beiden Seiten üben, geprüft wird nur eine Seite.
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In dieser Stufe soll eine der Wurftechniken zur anderen Seite gezeigt
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werden. Wir empfehlen eine der beiden Hüftwürfe.
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## O-uchi-gari
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<video src="./videos/grundform-OUchiGari.mp4" />
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- aus leicht gegengleicher Ausgangslage
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- mit Nachstellschritt eng an den Partner
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- möglichts Bauch-Bauch-Kontakt
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- mit Kniekehle-Kniekehle-Kontakt sicheln
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- Partner frei fallen lassen
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- Soll man zu beiden Seiten üben, geprüft wird nur eine Seite
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Zum Erlernen des O-Uchi-Gari ist es einfacher, wenn Ukes zu sicheldes
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Bein leicht vorne steht. Den Partner beim Fallen loszulassen,
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erleichtert das Fallen nach hinten und verhindert das Mitfallen Toris.
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## Seoi-otoshi
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<video src="./videos/grundform-SeoiOtoshi.mp4" />
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- sicherer, gegrätschter Stand
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- Rücken-Bauch-Kontakt
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- Griff an Ukes Revers
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- Ukes Oberarm fest einklemmen
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- Kontrolliertes Werfen durch Ausheben und/oder Stürzenlassen
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- Uke sichern!
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Unter **Seoi-otoshi verstehen wir eine mit breitem Stand ausgeführte
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Form des ippon-seoi-nage**. Dabei soll Tori mit der Zughand über Ukes
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Arm ins Revers greifen. So kann die Kraft leichter übertragen und enger
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Körperkontakt aufgebaut werden.
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# Grundform der Bodentechniken
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## Kesa-gatame
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<video src="./videos/grundform-KesaGatame.mp4" />
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- Um den Nacken fassen, ohne diesen zu fest einzuklemmen.
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- Seite-Seite-Kontakt
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- Uke belasten.
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- Ukes Unterarm fest einklemmen.
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- Beine weit stützend auseinander.
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- Soll man zu beiden Seiten üben, geprüft wird nur eine Seite.
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Da die Haltegriffe prinzipiell beidseitig geübt werden, versteht es
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sich von selbst, dass dies auch für die Befreiungen gilt, auch wenn
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dies nicht unbedingt bei der Prüfung gezeigt werden muss.
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## Yoko-shio-gatame
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<video src="./videos/grundform-YokoShioGatame.mp4" />
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- Weit um Bein und Kopf greifen.
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- Mit dem Oberkörker belasten.
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- Mit den Beinen abstützen.
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- Das Hüftbein möglichts anziehen, um die Beinklammer zu verhindern.
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- Soll man zu beiden Seiten üben, geprüft wird nur eine Seite.
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Yoko-shio-gatame ist ein sehr erfolgreicher Haltegriff, den man ruhig
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von Anfang an auch mit anderen Griffvarianten und früh gegen Widerstand
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üben soll.
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## Tate-shio-gatame
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<video src="./videos/grundform-TateShioGatame.mp4" />
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- Kopf und Arm einklemmen, wie bei Kesa-gatame
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- oder als Variante im Kata-gatame-Stil
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- Auf dem Partner sitzend belasten.
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- Zur Verstärkung die Füße grätschen und damit von innen einhaken.
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- Soll man zu beiden Seiten üben, geprüft wird nur eine Seite.
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Sowohl das Einklemmen des Armes zwischen den beiden Köpfen, als auch
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das grätschende Einhaken der Füße kann schmerzhaft sein. Nimm Rücksicht
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auf Deinen Partner!
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## Kami-shio-gatame
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<video src="./videos/grundform-KamiShioGatame.mp4" />
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- Von hinten unter oder über Ukes Arme möglichst an den Gürtel greifen.
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- Mit Kopf und Oberkörper belasten.
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- Ukes Kopf frei lassen.
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- Mit den Beinen flexibel stützen.
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Es kann sehr unangenehm für Uke sein, wenn Tori bei Kami-shio-gatame
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auf dessen Kopf liegt. Dass sollte man möglichst vermeiden.
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