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cwsvJudo/training/sjv4u.ch/OGoshi.md
marko 4e9c60a83d sjv4u.ch hat ein paar schöne Trainingsideen, die es Wert sind
aufgeschrieben zu werden

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- Trainingsideen für verschiedene Würfe
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2019-07-11 12:38:31 +02:00

287 lines
8.0 KiB
Markdown

# O-goshi
Quelle: [https://www.sjv4u.ch/index.php/kindersport/standtechniken/o-goshi/]
## Vorübungen
### Einohriger Elefant im Kniestand
Der einohrige Elefant kniet vor Tori. Tori packt dessen Rüssel
(= Ärmel), greift in sein Ohr (= legt den Arm auf Ukes Rücken), dreht
sich um seine Körperachse und legt den Elefanten auf den Rücken.
#### Beobachtungspunkte
- Tori muss den Rüssel bis zum Schluss fest halten.
- Sobald Uke auf dem Rücken liegt, setzt Tori mit einer
Festhaltetechnik nach.
#### Variationen
- Im Wechsel links und rechts.
## Basisübungen
### Zeitlupenjudo
Zwei Judoka demonstrieren einen O-Goshi in Zeitlupe. Diese Form eignet
sich, um den Judoka die wichtigen Knotenpunkte einer Technik zu
verdeutlichen (z.B. Gleichgewicht brechen, Schwerpunkt senken u.a.).
#### Beobachtungspunkte
- Uke soll mit einer guten Körperspannung Uke zum Gelingen beitragen.
#### Variationen:
- Andere Würfe oder auch Bodentechniken wählen.
- Stand-Boden-Übergänge integrieren (nach dem Wurf direkt mit einer
Bodentechnik nachsetzen).
#### Organisationstipp
- Alle Paare üben und zeigen dann vor. Die anderen Trainingsteilnehmer
bewerten die Demonstration (durch Applaus oder Hochhalten von Zahlen).
- Alternative Organisationsform mit Musik: läuft eine schnelle Musik,
werfen die Partner mit normaler Geschwindigkeit, wird eine langsame
Musik abgespielt, schalten die Judoka auf Zeitlupe.
#### Schlüsselwörter
- Konzentrationsfähigkeit
### Der einohrige Elefant
Der einohrige Elefant steht vor Tori. Tori packt dessen Rüssel
(= Ärmel), greift in sein Ohr (= legt den Arm auf Ukes Rücken), dreht
sich um seine Körperachse und legt den Elefanten auf den Rücken.
#### Beobachtungspunkte
- Tori hält den Rüssel bis zum Schluss fest.
- Aufgrund der fehlenden Beinkraft ist die Aushebebewegung für junge
Kinder zum Teil schwierig. Anfänglich kann deshalb auch mit einer
breiten Fussstellung (Tai-Otoshi-ähnlich) geworfen werden.
- Uke darf sich nicht abdrehen (typische Reaktion bei ängstlichen
Ukes), sondern soll mit seinem Bauch Toris Rücken spüren.
#### Variationen
- Tori macht vor Uke eine Pirouette. Währenddessen nimmt Uke entweder
die Elefantenposition links oder rechts ein. Tori wirft dann auf die
entsprechende Seite.
### Mein Bester Freund und Ich
Tori und "sein bester Freund" laufen nebeneinander her. Tori hat dabei
seinen Arm um Ukes Hüfte geschlungen, Uke legt seine Hand auf Toris
entfernte Schulter. Auf Signal ergreift Tori Ukes Ärmel, tritt vor ihn
und legt ihn mit O-Goshi auf die Matte.
#### Beobachtungspunkte
- Tori hebt Uke mit gebeugten Beinen und geradem Rücken aus.
- Tori schiebt die Hüfte weit vor Uke und kann ihn so sauber aufladen.
#### Variationen
- Tori und Uke hüpfen nebeneinander.
#### Organisationstipp
- Alle Paare laufen gemeinsam kreuz und quer über die Matte. Der Leiter
gibt jeweils ein akkustisches Signal.
### Mehlsack tragen und absetzen
Tori lädt einen Mehlsack (= Uke) auf, macht 2-3 Schritte und legt
diesen dann zu Boden.
#### Beobachtungspunkte
- Tori hebt Uke mit gebeugten Beinen und geradem Rücken aus.
#### Variationen
- Erschwerend kann das Mehlsacktragen auch in Form eines kleinen
Hindernisparcours absolviert werden (z.B. ein Slalom um Hütchen; über
eine Schaumstoffelement u.ä.). Nach jedem Hindernis wird Uke abgelegt
und es kommt zum Rollentausch.
#### Organisationstipp
- Auf ungefähr gleich schwere Partner achten.
### Bäume entwurzeln und O-Goshi werfen
Tori entwurzelt einen Baum (= Uke mit hoher Körperspannung), läuft mit
ihm ein paar Schritte und pflanzt ihn wieder ein. Dem Baum wachsen Äste
(Uke spreizt die Arme ab) und Tori wirft ihn mit O-Goshi.
#### Beobachtungspunkte
- Tori geht beim Ausheben mit geradem Rücken tief in die Knie.
- Tori macht einen Bewegungstransfer und macht auch beim O-Goshi eine
tiefe Aushebebewegung.
#### Variationen
- Die Hälfte der Kinder verteilen sich als Bäume. Dabei haben die einen
Äste (Arme abgespreizt), die Anderen haben keine Äste (Arme am Körper).
Die übrigen Kinder gehen von Baum zu Baum und machen die entsprechende
Übung (Baum entwurzeln oder O-Goshi).
#### Schlüsselwörter
- Rumpfkraft
- Beinkraft
### Der Propeller
Uke steht mit ausgebreiteten Armen da. Tori (=Propeller) hat ebenfalls
die Arme ausgebreitet, dreht sich um seine Längsachse und bewegt sich
auf Uke zu. Sobald Tori auf Uke trifft, wirft er ihn mit O-Goshi.
#### Beobachtungspunkte
- Beim Aufeinandertreffen geht Tori in die Knie und hebt Uke aus.
#### Variationen
- Rotationsrichtung und damit Wurfrichtung variieren.
#### Organisationstipp
- Zu dritt: Der geworfene Uke wird jeweils zum Propeller und bewegt
sich auf die Drittperson zu, die ein paar Meter entfernt steht.
#### Schlüsselwörter
- Orientierungsfähigkeit
### Riesen werfen
Tori wirft den leicht erhöhten Uke mit O-Goshi.
#### Beobachtungspunkte
- Tori schiebt die Hüfte weit vor Uke und kann ihn so sauber aufladen.
#### Variationen
- Die Höhe von Ukes Unterlage variieren.
#### Organisationstipp
- Die Riesen (= Uke) verteilen sich im Dojo. Die Zwerge (= Tori) laufen
die Riesen an.
#### Material
- Eine Unterlage, z.B. eine Pratze
## Situative Anwendung
### O-Goshi, wenn Uke in den Nacken greift
Tori greift beide Ärmel, Uke hält mit Doppelreversgriff. Zusammen
bewegen sie sich über die Mattenfläche. Plötzlich greift Uke mit einer
Hand in den Nacken. Tori reagiert und wirft auf die entsprechende Seite
mit O-Goshi.
#### Beobachtungspunkte
Uke greift weit in den Nacken (zwischen Toris Schulterblätter) und erleichtert Tori so das Herstellen von Körperkontakt.
#### Variationen
- Tori probiert Uke zusätzlich aus der Mattenfläche rauszudrücken.
Unmittelbar bevor Uke rausgedrückt wird, darf er Tori jeweils in den
Nacken greifen.
- Erschwerend: Wenn Uke um die Hüfte greift, wirft Tori mit
Koshi-Guruma.
#### Organisationstipp
- Alle Paare bewegen sich gemeinsam. Der Trainer gibt ein Kommando wann
die Ukes in den Nacken greifen.
- Alternativ kann der Trainer mit "links" oder "rechts" auch
vorgeben, welche Hand in den Nacken greift.
## Zweikampfübungen
### O-Goshi/Tani-Otoshi-Kampf
Die beiden Judoka fassen mit der partnernahen Hand in den Gürtel. Mit
der anderen Hand greifen sie den Ärmel des Partners. Aus dieser
Position versuchen sie den Partner mit O-Goshi oder Tani-Otoshi zu Fall
zu bringen.
#### Beobachtungspunkte
- Die Integration von Tani-Otoshi erst bei fortgeschrittenen Judoka
zulassen.
- Beim Tani-Otoshi beobachten, ob Uke korrekt fällt und sein Kinn auf
der Brust behalten kann.
#### Variationen
- Weitere Würfe wie O-Uchi-Gari oder Uchi-Mata integrieren.
- Nur einer greift an.
#### Organisationstipp
- Während den Kampfunterbrüchen spielen die Kinder
"Scherre-Stein-Papier". Der Gewinner darf entscheiden, mit welcher Hand
er in den Gürtel greift (Links- bzw. Rechtsauslage).
### Den mit einem Gürtel umschlungenen Partner mit O-Goshi angreifen
Tori umschlingt seinen Partner mit dem geviertelten Gürtel. Uke hält an
beiden Ärmeln. Tori versucht mit O-Goshi links oder rechts zu werfen.
#### Beobachtungspunkte:
- Darauf achten, dass Uke nicht versucht, sich mit den Armen
abzustützen.
#### Variationen
- Beide Judoka umschlingen ihren Partner mit dem Gürtel und dürfen
angreifen.
- Auch andere Würfe zulassen und so Kombinationsmöglichkeiten eröffnen.
#### Schlüsselwörter
- Orientierungsfähigkeit
## Polysportive Verknüpfung
### Standweitsprünge und O-Goshi
Tori macht eine vorgegebene Anzahl Standweitsprünge und wirft dann mit
O-Goshi.
#### Variationen
- Tori macht ein paar Durchgänge hintereinander oder jeweils im Wechsel
(der geworfene Uke steht auf und wird zum Tori).
- Distanz variieren.
- Wettkampfgedanken integrieren: welcher der beiden Partner braucht für
eine vorgegebene Distanz weniger Standweitsprünge.
- Sprünge über Hindernisse (z.B. Weichmatte).
- Panthersprünge: Startposition im Ausfallschritt (rechter Fuss vorne)
und Landung im gegenseitigen Ausfallschritt (linker Fuss vorne).
#### Schlüsselwörter
- Sprungkraft