Abarbeitung der Würfe des ersten Buches (5.+4. Kyu)
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# Uki-Goshi
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# Ausführung
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(Abb. 85—91)
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# Kuzushi
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Beide Partner haben den linken Fuß vorn (Hidari-Shizentai). Für die
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Ausführung des Wurfes ist es günstig, wenn Uke sich etwas vorgeneigt
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hat.
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Tori geht mit dem linken Bein einen Schritt zurück und setzt den linken
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Fuß etwas mehr als Schulterbreite hinter seinen rechten Fuß (Zehen
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zeigen nach links). Dabei stört er Ukes Gleichgewicht mittels Hebezug
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nach vorn.
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Abb. 85—91
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# Tsukur
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Uke bringt den rechten Fuß vor, um seine Standfestigkeit zu bewahren.
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Ohne mit dem Zug der Arme nachzulassen, schiebt Tori den rechten Fuß
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innerhalb und unmittelbar vor Ukes rechten Fuß. Gleich darauf, während
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Uke den linken Fuß vorbringt, dreht er sich auf dem rechten Fußballen
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so nach links, daß die Hüften und der mittlere Teil des Rückens so
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dicht wie möglich Bauch und Brust von Uke berühren. Gleichzeitig nimmt
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er den linken Fuß mit zurück und stellt ihn von innen vor Ukes linken
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Fuß.
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Sobald Uke den linken Fuß vorzusetzen beginnt, muß Tori im Verlauf der
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Eindrehbewegung dessen linken Jackenkragen loslassen und seinen rechten
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Arm, der unter Ukes linke Achselhöhle hindurchgleitet, eng in
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Gürtelhöhe um Ukes Rücken schlingen. Die rechte Hand kommt in Höhe der
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gegnerischen rechten Hüfte zu liegen. Mit dem rechten Unterarm wird Uke
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fest herangezogen.
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Im Verlauf der Eindrehbewegung zieht Tori gleichzeitig mit dem linken
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Arm den rechten Arm von Uke erst weiterhin nach vorn und schließlich
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schräg über seine eigene Brust. Nach beendetem Tsukuri müssen die Zehen
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Toris sowohl vom rechten als auch vom linken Fuß in dieselbe Richtung
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zeigen wie die jeweiligen von Uke. Die Verbindungslinien beider Füße
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verlaufen parallel. Die Knie von Tori sind leicht gebeugt und nach
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außen gerichtet. Uke muß nach vorn so im Gleichgewicht gestört sein,
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daß er nur noch auf den Fußballen steht.
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## Kake
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Tori streckt nun kräftig die Beine, neigt sich nach vorn und dreht den
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Rumpf nach links. Dabei darf der Zug mit dem linken und der Druck mit
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dem rechten Arm nicht nachlassen. Es ist wichtig, die Anfänger immer
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wieder darauf hinzuweisen, daß die Bewegung der 3. Phase bei diesem
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Wurf mitder Kniestreckung beginnt. Tori darf sich, um Uke zu werfen,
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nicht nach vorn fallen lassen, sondern muß für die letzte Phase in der
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Hauptsache die Kraft der Beine und Hüften ausnutzen.
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Noch während Uke fällt, richtet sich Tori wieder auf und gibt mit
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erneut gebeugten Knien Hilfestellung.
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## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
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- Uke dreht sich während des Tsukuri nach links ab. Statt Tori wie
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beabsichtigt den Wurf zu erleichtern, wird das Üben des korrekten
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Bewegungsablaufes unmöglich gemacht.
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- Tori beugt beim Eindrehen nicht genügend die Knie.
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- Tori hat schon bei beendetem Tsukuri den Rumpf nach vorn gebeugt.
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- Tori beginnt das Kake nicht mit der Streckung der Beine, sondern
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schleudert Uke nur über die rechte Hüfte.
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# 1. Variante des Uki-Goshi
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Wenn beide Partner sich im Migi-Shizentai befinden, zieht Tori seinen
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rechten Fuß einen halben Schritt zurück und stellt ihn dicht vor oder
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unmittelbar neben seinen linken Fuß (Zehen etwas nach links zeigend).
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Gleichzeitig zieht er Uke nach vorn oben. Sobald Uke den linken Fuß
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vorzusetzen beginnt, führt Tori seinen linken Fuß schnell in einem
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Halbkreis dicht hinter seinem rechten Fuß herum und plaziert ihn von
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innen dicht vor Ukes linken Fuß, der sich inzwischen auf gleicher Höhe
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mit Ukes rechtem Fuß befindet. Durch kurzes Nachtreten oder Drehen auf
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dem Fußballen bringt Tori unmittelbar darauf den rechten Fuß in die für
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den Beginn des Kake notwendige Richtung und Stellung.
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# 2. Variante des Hineingehens (Abb. 92—94)
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Beide Kämpfer haben wieder den rechten Fuß vom (Migi-Shizentai). Tori
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zieht sich zurück, indem er den rechten Fuß einen Schritt zurücknimmt,
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und stört Ukes Gleichgewicht durch Hebezug nach vorn. Uke wird auf
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diese Weise gezwungen. den linken Fuß vorzusetzen. Sobald Uke den
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linken Fuß aufgesetzt hat, bringt Tori seinen linken Fuß dicht links
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vor seinen rechten. Dabei lehnt er sich insgesamt etwas nach rechts
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zurück, wodurch der Hebezug entscheidend verstärkt und Uke gezwungen
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wird, auch noch den rechten Fuß vorzusetzen. Nun dreht sich Tori, seine
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Längsachse immer etwas in Wurfrichtung geneigt, auf dem linken
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Fußballen um 180 Grad nach links und bringt den rechten Fuß so, wie das
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bei der ersten Möglichkeit des Hineingehens beschrieben wurde, vor Ukes
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rechten Fuß. Da während des Eindrehens der Zug unvermindert auf Uke
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wirkt, muß dieser dabei den linken Fuß bis auf die Höhe seines rechten
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vorbringen. Damit ist die Anfangsposition zum Kake die gleiche wie bei
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den beiden vorhergehenden Varianten.
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Abb. 95-101
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