Abarbeitung der Würfe des ersten Buches (5.+4. Kyu)
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# O-Soto-Gari
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Abb. 95—101
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## Kuzushi:
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Tori und Uke befinden sich in der Stellung Migi-Shizentai. Tori zwingt
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Uke, den linken Fuß nach links vorn zu setzen, indem er sich
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zurückzieht, dabei den rechten Fuß einen Schritt zurücksetzt (Fußspitze
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etwas nach außen) und Uke mittels Hebezug nach links vorn zieht.
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## Tsukuri
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Danach nimmt Tori den linken Fuß bis in die Höhe seines rechten zurück
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ohne ihn jedoch im geringsten zu belasten. Dabei verstärkt er den Zug
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mit seinem linken Arm und richtet ihn auf seine rechte Hüfte zu.
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Die Folge davon ist, daß Uke seinen rechten Fuß nach vorn links setzen
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muß, etwa auf die gleiche Höhe, auf der bis dahin die Verbindungslinie
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von Toris und Ukes Schwerpunkt verlief. Sobald Uke den rechten Fuß zu
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belasten beginnt, ändert Tori ruckartig die Zugrichtung seines linken
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Armes. Er zieht von nun an bis zur Beendigung des Wurfes mit dem linken
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Arm kräftig dicht an seiner linken Hüfte vorbei. Gleichzeitig tritt er
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mit dem linken Fuß einen großen Schritt nach links vorn, etwa eine
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Schulterbreite neben Ukes rechten Fuß, und stößt mit dem rechten Arm
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die gegnerische linke Schulter nach links oben und hinten.
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Bei beendetem Tsukuri muß Toris Längsachse etwas nach vorn links
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geneigt sein, das Körpergewicht des Werfers ruht voll auf dem leicht
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gebeugten linken Bein, und die Brust drückt gegen Ukes rechten Oberarm
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und rechte Brustseite. Uke ist in diesem Augenblick ganz deutlich nach
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rechts hinten aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Last seines Körpers
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ruht hauptsächlich auf seiner rechten Ferse und der Außenkante des
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rechten Fußes.
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## Kake
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Nun schwingt Tori sein rechtes Bein etwas gebeugt zwischen Ukes rechtem
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und seinem eigenen linken Bein leicht nach vorn und reißt beim
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Rückwärtsschwung das rechte Bein von Uke kräftig in Zehen-Richtung weg.
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Dabei trifft seine Kniekehle auf die Kniekehle des Gegners.
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Zugleich wird Ukes Rumpf von Toris Brust und rechtem Arm nach hinten
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gestoßen. Mit einer leichten Drehung des Oberkörpers nach links
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vollendet Tori diesen Wurf.
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Je mehr der Oberkörper die Arbeit der Arme und des Beines unterstützt,
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um so wirkungsvoller ist der O-Soto-Gari. Der Rumpf muß mit dem
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gleichen Schwung und im gleichen Winkel vorgebeugt werden, wie Toris
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rechtes Bein nach hinten schwingt. Es empfiehlt sich, diese harmonische
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Bewegung nach und nach soweit zu steigern, bis sich Tori bei Ausführung
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des Wurfes einen Augenblick fast in der Standwaage befindet.
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## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
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- Tori zieht Uke mit dem linken Arm nicht genügend auf das rechte Bein.
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- Tori stößt Ukes linke Schulter beim Tsukuri nicht nach links oben und
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hinten.
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- Tori nimmt beim Vorschwingen des rechten Beines den Rumpf den zurück
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(Hohlkreuz).
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- Toris Brust hat nach beendetem Tsukuri keine enge Berührung mit Uke.
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- Tori setzt beim Kake den Rumpf nicht mit ein.
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## Variante des O-Soto-Gari (Abb. 102—106)
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Tori drückt, von der Stellung Migi-Shizentai ausgehend. Uke leicht nach
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hinten. Dieser muss den, rechten Fuß zurücksetzen. Sobald sich Ukes
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rechter Fuß etwa auf gleicher Höhe mit dem linken befindet, zieht Tori
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mit dem linken Arm plötzlich ruckartig nach links unten und gleich
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darauf nachhaltig in Richtung seiner linken Hüfte. Gleichzeitig stellt
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er seinen linken Fuß von außen bis neben Ukes rechten Fuß vor und stößt
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mit dem rechten Arm die gegnerische linke Schulter nach hinten oben.
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Von diesem Augenblick an muss so, wie weiter vorn unter Tsukuri und
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Kake beschrieben, verfahren werden.
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