Abarbeitung der Würfe des ersten Buches (5.+4. Kyu)

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2018-05-07 17:29:35 +02:00
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@@ -1,23 +1,42 @@
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.PHONY: .PHONY
.PHONY:
all:
all: gokyo
.PHONY: gokyo
gokyo: daiIkkyo daiNikyo
DeAshiBarei:
pdftoppm -f 39 -l 40 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf DeAshiBarei
tesseract -l deu DeAshiBarei-39.ppm DeAshiBarei-39 -psm 1
tesseract -l deu DeAshiBarei-40.ppm DeAshiBarei-40 -psm 1
# tesseract --tessdata-dir $(tessdataDir) -l deu DeAshiBarei-39.ppm DeAshiBarei-39 -psm 1
# tesseract --tessdata-dir $(tessdataDir) -l deu DeAshiBarei-40.ppm DeAshiBarei-40 -psm 1
.PHONY: daiIkkyo
daiIkkyo: DeAshiBarai HizaGuruma SasaeTsuriKomiAshi UkiGoshi OSotoGari OGoshi KoSotoGari SeoiNage
.PHONY: daiNikyo
daiNikyo: OUchiGari KoUchiGari KoshiGuruma TsuriKomiGoshi OkuriAshiBarei TaiOtoshi HaraiGoshi UchiMata
.PHONY: DeAshiBarai
DeAshiBarai:
pdftoppm -f 39 -l 40 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf DeAshiBarai
tesseract -l deu DeAshiBarai-39.ppm DeAshiBarai-39 -psm 1
tesseract -l deu DeAshiBarai-40.ppm DeAshiBarai-40 -psm 1
# tesseract --tessdata-dir $(tessdataDir) -l deu DeAshiBarai-39.ppm DeAshiBarai-39 -psm 1
# tesseract --tessdata-dir $(tessdataDir) -l deu DeAshiBarai-40.ppm DeAshiBarai-40 -psm 1
.PHONY: HizaGuruma
HizaGuruma:
pdftoppm -f 40 -l 41 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf HizaGuruma
tesseract -l deu HizaGuruma-40.ppm HizaGuruma-40 -psm 1
tesseract -l deu HizaGuruma-41.ppm HizaGuruma-41 -psm 1
cat HizaGuruma-{40,41}.txt > HizaGuruma.txt
.PHONY: SasaeTsuriKomiAshi
SasaeTsuriKomiAshi:
pdftoppm -f 41 -l 42 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf SasaeTsuriKomiAshi
tesseract -l deu SasaeTsuriKomiAshi-41.ppm SasaeTsuriKomiAshi-41 -psm 1
tesseract -l deu SasaeTsuriKomiAshi-42.ppm SasaeTsuriKomiAshi-42 -psm 1
cat SasaeTsuriKomiAshi-{41,42}.txt > SasaeTsuriKomiAshi.txt
.PHONY: UkiGoshi
UkiGoshi:
pdftoppm -f 42 -l 44 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf UkiGoshi
tesseract -l deu UkiGoshi-42.ppm UkiGoshi-42 -psm 1
@@ -25,8 +44,87 @@ UkiGoshi:
tesseract -l deu UkiGoshi-44.ppm UkiGoshi-44 -psm 1
cat UkiGoshi-{42,43,44}.txt > UkiGoshi.txt
.PHONY: OSotoGari
OSotoGari:
pdftoppm -f 44 -l 45 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf OSotoGari
tesseract -l deu OSotoGari-44.ppm OSotoGari-44 -psm 1
tesseract -l deu OSotoGari-45.ppm OSotoGari-45 -psm 1
cat OSotoGari-{44,45}.txt > OSotoGari.txt
.PHONY: OGoshi
OGoshi:
pdftoppm -f 45 -l 46 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf OGoshi
tesseract -l deu OGoshi-45.ppm OGoshi-45 -psm 1
tesseract -l deu OGoshi-46.ppm OGoshi-46 -psm 1
cat OGoshi-{45,46}.txt > OGoshi.txt
.PHONY: KoSotoGari
KoSotoGari:
pdftoppm -f 46 -l 47 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf KoSotoGari
tesseract -l deu KoSotoGari-46.ppm KoSotoGari-46 -psm 1
tesseract -l deu KoSotoGari-47.ppm KoSotoGari-47 -psm 1
cat KoSotoGari-{46,47}.txt > KoSotoGari.txt
.PHONY: SeoiNage
SeoiNage:
pdftoppm -f 47 -l 48 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf SeoiNage
tesseract -l deu SeoiNage-47.ppm SeoiNage-47 -psm 1
tesseract -l deu SeoiNage-48.ppm SeoiNage-48 -psm 1
cat SeoiNage-{47,48}.txt > SeoiNage.txt
.PHONY: OUchiGari
OUchiGari:
pdftoppm -f 49 -l 50 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf OUchiGari
tesseract -l deu OUchiGari-49.ppm OUchiGari-49 -psm 1
tesseract -l deu OUchiGari-50.ppm OUchiGari-50 -psm 1
cat OUchiGari-{49,50}.txt > OUchiGari.txt
.PHONY: KoUchiGari
KoUchiGari:
pdftoppm -f 50 -l 52 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf KoUchiGari
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cat KoUchiGari-{50,51,52}.txt > KoUchiGari.txt
.PHONY: KoshiGuruma
KoshiGuruma:
pdftoppm -f 52 -l 53 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf KoshiGuruma
tesseract -l deu KoshiGuruma-52.ppm KoshiGuruma-52 -psm 1
tesseract -l deu KoshiGuruma-53.ppm KoshiGuruma-53 -psm 1
cat KoshiGuruma-{52,53}.txt > KoshiGuruma.txt
.PHONY: TsuriKomiGoshi
TsuriKomiGoshi:
pdftoppm -f 53 -l 54 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf TsuriKomiGoshi
tesseract -l deu TsuriKomiGoshi-53.ppm TsuriKomiGoshi-53 -psm 1
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cat TsuriKomiGoshi-{53,54}.txt > TsuriKomiGoshi.txt
.PHONY: OkuriAshiBarei
OkuriAshiBarei:
pdftoppm -f 54 -l 55 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf OkuriAshiBarei
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tesseract -l deu OkuriAshiBarei-55.ppm OkuriAshiBarei-55 -psm 1
cat OkuriAshiBarei-{54,55}.txt > OkuriAshiBarei.txt
.PHONY: TaiOtoshi
TaiOtoshi:
pdftoppm -f 55 -l 56 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf TaiOtoshi
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tesseract -l deu TaiOtoshi-56.ppm TaiOtoshi-56 -psm 1
cat TaiOtoshi-{55,56}.txt > TaiOtoshi.txt
.PHONY: HaraiGoshi
HaraiGoshi:
pdftoppm -f 56 -l 57 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf HaraiGoshi
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tesseract -l deu HaraiGoshi-57.ppm HaraiGoshi-57 -psm 1
cat HaraiGoshi-{56,57}.txt > HaraiGoshi.txt
.PHONY: UchiMata
UchiMata:
pdftoppm -f 57 -l 58 ressource/wolf_horst_judo_kampfsport_1968.pdf UchiMata
tesseract -l deu UchiMata-57.ppm UchiMata-57 -psm 1
tesseract -l deu UchiMata-58.ppm UchiMata-58 -psm 1
cat UchiMata-{57,58}.txt > UchiMata.txt

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@@ -1,9 +1,9 @@
# De-Ashi-Barai
## Wurfausführung (Abb. 6066)
## Wurfausführung (Abb. 60-66)
![De-Ashi-Barai](abbildungen/060-066.DeAshiBarei "Abbildungen 60-66 - DeAshiBarei")
![De-Ashi-Barai](abbildungen/060-066.DeAshiBarai "Abbildungen 60-66 - DeAshiBarai")
## Kuzushi
@@ -13,7 +13,7 @@ haben den rechten Fuß etwas vorgesetzt. Tori nimmt den rechten Fuß
zurück und setzt ihn in einer weiten Schrittstellung hinter seinem
linken auf. Dabei zieht er Uke nach vorn.
Uke muß, um das Gleichgewicht zu wahren, seinen linken Fuß einen
Uke muss, um das Gleichgewicht zu wahren, seinen linken Fuß einen
Schritt vorsetzen.
@@ -38,28 +38,28 @@ Ohne die geringste Verzögerung fegt Tori mit dem linken Fuß schnell und
kräftig das rechte Bein von Uke, noch ehe dieser sein Gewicht darauf
verlagern kann, an dessen linkem Bein vorbei nach links vom weg.
Zugleich zieht er sehr kräftig mit dem linken Arm nach schräg unten und
reißt Ukes linke Schulter mit dem rechten Arm (Jacke gerafft gefaßt)
reißt Ukes linke Schulter mit dem rechten Arm (Jacke gerafft gefasst)
nach rechts hinten hoch. Uke kommt vor Tori zu Fall.
Dieser Wurf kann auch ausgeführt werden, wenn Uke sein rechtes Bein von
selbst etwas über kreuz vorstellt oder bereits vorgestellt hat, wobei
aber das Körpergewicht noch fast ganz auf dem linken Fuß ruhen muß.
selbst etwas über Kreuz vorstellt oder bereits vorgestellt hat, wobei
aber das Körpergewicht noch fast ganz auf dem linken Fuß ruhen muss.
Sobald Uke fällt, muß Tori seinen linken Fuß schnell wieder in
Sobald Uke fällt, muss Tori seinen linken Fuß schnell wieder in
Schulterbreite neben den rechten auf den Boden setzen, um aus sicherem
Stand dem Fallenden gut helfen zu können.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
Uke will Tori beim Üben entgegenkommen; er setzt den rechten Fuß
- Uke will Tori beim Üben entgegenkommen; er setzt den rechten Fuß
nicht wieder auf, sondern hält ihn nach vorn, damit Tori sicher zum
Ansatz kommt.
Tori fegt zu spät; Uke hat dann seinen rechten Fuß schon wieder zu
- Tori fegt zu spät; Uke hat dann seinen rechten Fuß schon wieder zu
stark belastet.
Tori dreht sich beim Tsukuri zu weit nach rechts und fegt dann wie
beim Ko-SotoGari, d. h., er trifft auf diese Weise mit der linken
- Tori dreht sich beim Tsukuri zu weit nach rechts und fegt dann wie
beim Ko-Soto-Gari, d. h., er trifft auf diese Weise mit der linken
Fußsohle genau von hinten gegen Ukes rechte Ferse.
Tori läßt beim Kake nicht Bein und Arme gleichzeitig oder in einer
- Tori lässt beim Kake nicht Bein und Arme gleichzeitig oder in einer
Ebene arbeiten. Besonders häufig fehlt der richtige Einsatz des linken
Armes.

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@@ -0,0 +1,58 @@
# Hargi-Goshi
(Abb. 191—197)
## Kuzushi
Ausgangsstellung ist Hidari-Shizentai, d. h., beide Kämpfer haben den
linken Fuß vorn.
Tori bringt Uke durch leichtes Zurückziehen des linken Beines und durch
Hebezug so nach rechts vorn aus dem Gleichgewicht, dass dieser den
rechten Fuß versetzt, um seine Standsicherheit zu wahren.
## Tsukuri
Sobald Uke den rechten Fuß wieder aufsetzt. dreht sich Tori auf dem
leicht gebeugteng rechten Bein um etwa 90 Grad nach links und setzt den
linken Fuß möglichst dicht vor Ukes rechten Fuß. Die Zehen zeigen in
die gleiche Richtung wie die von Uke.
Mit dem linken Arm zieht Tori dabei Ukes rechten Arm kräftig quer über
seine Brust, während der rechte Arm nachhaltig Ukes linke Schulter in
Richtung von Toris rechter Schulter hebt und zieht. Dazu muß Tori den
rechten Arm stark beugen, den Ellenbogen unter Ukes linke Achselhöhle
schieben und die Innenseite des Unterarms an Ukes linke Brustseite
legen.
Zugleich mit dem Aufsetzen des leicht gebeugten linken Beines und dem
soeben beschriebenen Zug der Arme schiebt Tori die rechte Hüfte eng an
Ukes rechte vordere Hüfte heran. Er verlagert sofort sein ganzes
Körpergewicht auf den linken Fuß und streckt sein rechtes Bein vor Ukes
rechtem Bein aus. Nach beendetem Tsukuri muß Uke so nach rechts vorn im
Gleichgewicht gestört sein, daß er nur noch auf dem rechten Fußballen
steht.
## Kake
Tori schwingt nun sein rechtes Bein wie ein Pendel kräftig nach hinten.
Diese Bewegung erfolgt fast parallel zur Verbindungslinie von Ukes
Füßen, so daß die Rückseite seines Oberschenkels mehr gegen die
Außenseite von Ukes Oberschenkel trifft. Zugleich zieht Tori mit dem
linken Arm nach links unten, beugt zur Erweiterung des Beinschwunges
den Rumpf nach vorn und streckt etwas das linke Bein.
In dem Augenblick, in dem das Bein die Pendelbewegung, durch die Ukes
rechtes Bein weggerissen wird, beendet, schließt Tori den Wurf durch
eine leichte Linksdrehung des Oberkörpers ab.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Toris Standbein steht zu weit weg von Uke.
- Tori hat sich zu weit eingedreht oder die rechte Hüfte an Uke
vorbeigeschoben.
- Tori beugt das Schwungbein.
- Tori pendelt nicht in die Standwaage.

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@@ -30,7 +30,7 @@ rechtes Bein ist leicht gebeugt.
Sobald die Fußsohle fest an Ukes Bein anliegt, dreht Tori seinen Rumpf
ruckartig weiter nach links und verstärkt damit entscheidend den
kräftigen Zug seiner linken Hand an Ukes rechtem Ärmel. Der Armzug muß
kräftigen Zug seiner linken Hand an Ukes rechtem Ärmel. Der Armzug muss
zweckmäßig, zumindest bei Beginn des Kake, etwas nach oben gerichtet
sein. Toris rechte Hand unterstützt die Anstrengung der linken durch
einen parallelen Zug am linken Jackenaufschlag.
@@ -41,7 +41,7 @@ Zugrichtung seines linken Armes nach unten. Dadurch rufen beide Arme
gemeinsam eine Drehbewegung hervor, die Uke endgültig zu Fall bringt.
Da Tori bei diesem Wurf selbst mehr als beim De-Ashi-Barai aus dem
Gleichgewicht gerät, muß er besonders darauf achten, dass er, noch
Gleichgewicht gerät, muss er besonders darauf achten, dass er, noch
während Uke fällt, wieder fest auf beide Beine zu stehen kommt und
nicht nach rückwärts umkippt. Es ist zweckmäßig, den linken Fuß in der
Zugrichtung - etwas mehr als schulterbreit vom rechten entfernt -
@@ -81,7 +81,7 @@ Wenn Uke den linken Fuß vorzubringen beginnt, gleitet Tori, nun
ebenfalls mit dem linken Fuß, einen Schritt zurück. Auf diese Weise
kann er den rechten Fuß, wie in der ersten Art beschrieben, erst nach
rechts heraus setzen und sich nach links drehen, wenn Uke auf dem
linken Bein steht und das rechte gerade verbringt. Wichtig ist, daß
linken Bein steht und das rechte gerade verbringt. Wichtig ist, dass
diesmal Uke gleichzeitig nach links vorn gezogen wird, damit er den
rechten Fuß nicht zu weit in seiner bisherigen Bewegungsrichtung
vorstellt.

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@@ -0,0 +1,75 @@
# Ko-Soto-Gari
(Abb. 112—118)
## Kuzushi
Beide Partner befinden sich in der Stellung Migi-Shizentai.
Tori zieht sich zurück. Dabei dreht er sich auf dem linken Fußballen um
90 Grad nach rechts und setzt den rechten Fuß neben seinen linken. Das
rechte Bein ist leicht gebeugt. Gleichzeitig zieht er Uke mit dem
rechten Arm an sich vorbei nach vorn oben. Auf diese Weise wird Uke so
im Gleichgewicht gestört, dass er den linken Fuß versetzen muß.
## Tsukuri
Wenn Uke sein linkes Bein wieder zu belasten beginnt, verstärkt Tori
plötzlich den Zug mit dem linken Arm in Richtung auf seine eigene
rechte Hüfte. Dieser Zug muß bewirken, dass Uke auch noch den
rechten Fuß vorbringt, möglichst ehe er seinen Schwerpunkt bereits
senkrecht über dem linken Fuß hat.
Sobald sich Ukes rechter Fuß auf gleicher Höhe mit dem linken befindet,
legt Tori seine linke Fußsohle mit nach unten gekrümmten Zehen hinter
Ukes rechte Ferse.
## Kake
Im gleichen Augenblick fegt er Ukes rechten Fuß in Zehenrichtung weg,
wobei er Uke unter Einsatz des ganzen Körpers (das rechte Bein wird
schnellkräftig gestreckt) mit dem rechten Arm erst nach oben reißt und
schließlich nach hinten stößt. Toris linker Arm zieht gleichzeitig erst
ruckartig in Richtung von Ukes rechtem Fuß und schließlich nach unten.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Uke verzögert den Schritt mit dem rechten Bein oder läßt es
unbelastet.
- Tori fegt entweder zu früh oder zu spät weg.
- Toris Armeinsatz erfolgt nicht gleichzeitig mit dem Fußfegen.
- Tori setzt den rechten Arm nicht wie beschrieben ein.
- Tori zieht mit dem linken Arm beim Kake entweder gar nicht oder auf
seine eigene linke Taille zu.
## Variante des Ko—Soto-Gari
(Abb. 119-124)
Uke und Tori befinden sich wieder im Migi-Shizentai.
Sobald Tori versucht, sich zurückzuziehen, geht Uke zum Migi-Jigotai
über. Er setzt schnell die Beine weiter auseinander, schiebt je nach
der Stärke von Toris Hebezug das Gesäß nach hinten und stemmt sich mit
den Beinen gegen eine Vorwärtsbewegung. Ohne mit dem Zug der Arme in
der bisherigen Richtung auch nur geringfügig nachzulassen, drückt sich
Tori mit dem linken Bein von der Matte plötzlich so ab, daß er um
90 Grad nach rechts gedreht auf seinen rechten Fuß und an Ukes rechte
Seite zu stehen kommt. Diese Aktion Toris ist ein blitzschnelles
Hinübergleiten, wobei die rechte Fußsohle in Berührung mit der Matte
bleibt, und kein Sprung, bei dem leicht die Kontrolle der
Gleichgewichtslage verlorengehen kann. Nach dem Platzwechsel müssen
sich Ukes Füße und Toris rechter Fuß auf einer Linie befinden.
Unmittelbar darauf schwingt Tori sein linkes Bein kraftvoll von hinten
so gegen Ukes rechtes Bein, daß die Fußsohle an Ukes rechte Ferse zu
liegen kommt und Ukes rechter Fuß in Zehenrichtung weggefegt wird.
Gleichzeitig muß er Uke unter Einsatz des ganzen Körpers mit dem
rechten Arm erst nach oben reißen und schließlich nach hinten stoßen,
während er mit dem linken Arm ruckartig in Richtung von Ukes rechtem
Fuß zieht.

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@@ -0,0 +1,102 @@
# Ko-Uchi-Gari
(Abb. 143-148)
## Kuzushi
Uke und Tori stehen in der Stellung Shizentai, d. h., sie haben beide
Füße in gleicher Höhe.
Tori bereitet den Wurf wie beim O-Uchi-Gari beschrieben vor. Er zieht
den linken Fuß etwas zurück und damit Uke nach vorn. Uke stemmt sich
mit den Beinen gegen diesen Zug, indem er die Füße schnell weiter
auseinander und das linke Bein etwas vorstellt. Außerdem verlagert er
seinen Schwerpunkt merklich nach hinten.
## Tsukuri
Nun setzt Tori schnell das linke Bein mit einem Nachstellschritt vor,
so daß der linke Fuß - die Zehen zeigen nach links - mitten und
möglichst dicht vor Ukes Füße zu stehen kommt.
Fast im selben Augenblick bringt er die wie ein Löffel gekrümmte rechte
Fußsohle von innen hinter Ukes rechte Ferse. Mit Rumpf und Armen reißt
Tori seinen Gegner mit Beginn der Vorwärtsbewegung in einem Bogen erst
nach vorn oben, dann nach oben und schließlich nach hinten oben. Auf
diese Weise wird Uke plötzlich aufgerichtet und nach hinten völlig aus
dem Gleichgewicht gebracht. Sobald das Tsukuri beendet ist, ruht sein
Körpergewicht nur noch auf den Fersen.
## Kake
Den Schwung der bisherigen Bewegungen ausnutzend, reißt Tori mit dem
rechten Fuß das gegnerische rechte Bein erst etwas nach außen und dann
in Richtung der Zehen weg. Gleichzeitig stößt er Uke mit den Armen und
unter Einsatz des ganzen gestreckten Körpers blitzschnell und kräftig
nach hinten.
Wenn Uke im Fallen begriffen ist, läßt Tori mit der rechten Hand los
und beendet die Wurfbewegung wie beim O-Uchi-Gari (9. Wurf). Eine
ausgesprochene Hilfestellung ist also auch hier nicht möglich.
Wichtig bei diesem Wurf ist, daß Arm- und Beineinsatz absolut
gleichzeitig erfolgen. Je dichter Tori sein linkes Bein bei Uke stehen
hat, um so wirksamer wird er den Gegner nach hinten stoßen können.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Tori und Uke schaffen anfangs nicht die Gleichgewichtsverhältnisse,
die die Ausführung des Wurfes gestatten.
- Tori drückt Uke auf das linke Bein.
- Tori stößt Uke entweder überhaupt nicht oder nur mit den Armen nach
hinten.
- Tori zieht mit dem rechten Bein Ukes rechtes direkt nach vorn oder
gar links vorn.
- Tori hebt Ukes rechtes Bein mit hoch.
## Variante des Ko-Uchi-Gari
(Abb. 149-155)
### Kuzushi
Uke und Tori sind gerade im Begriff, vom Hidari-Shizentai in die
Stellung Migi-Shizentai überzugehen, d. h., Tori setzt den linken Fuß
zurück und zwingt Uke durch Hebezug, seinerseits das rechte Bein nach
vorn zu bringen.
### Tsukuri
Noch ehe Uke den rechten Fuß wieder fest aufsetzen und belasten kann,
zieht Tori den linken Fuß hinter seinen rechten zurück und möglichst
dicht an diesen heran und verlegt sofort sein ganzes Körpergewicht
darauf. Gleichzeitig dreht er den Schultergürtel etwas nach links,
wobei er Uke mit der Kraft des Rumpfes schwungvoll in einem weiten
Kreisbogen nach rechts vorn zieht.
Uke muß auf diese Weise, um das Gleichgewicht nicht nach rechts vorn zu
verlieren, den rechten Fuß bedeutend weiter als beabsichtigt und nach
rechts vorn vorbringen. Außerdem muß sein ganzer Körper auf einem
wesentlich größeren Kreisbogen der Drehung von Toris Körper folgen.
Kurz bevor Uke den großen Schritt beenden kann, legt Tori die rechte
Fußsohle von innen hinter Ukes rechte Ferse.
### Kake
Sobald der Kontakt Fußsohle-Ferse hergestellt ist., reißt Tori mit dem
rechten Bein Ukes rechtes Bein in Zehenrichtung weiter. Der günstigste
Augenblick dafür ist, wenn Uke sich gerade wieder auf dieses Bein mit
stützen will.
Gleichzeitig muß Tori den Gegner mit dem rechten Arm und unter Einsatz
des ganzen Körpers nach rechts hinten stoßen. Mit dem linken Arm zieht
er hingegen nachhaltig in Richtung seiner eigenen linken Hüfte.
Für das Gelingen des Wurfes ist es außerdem sehr wichtig, daß sich Tori
beim Kake nicht im Hüftgelenk abbeugt.

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@@ -0,0 +1,66 @@
# Koshi-Guruma
(Abb. 156-162)
## Kuzushi
Ausgangsstellung ist für Uke und Tori Migi-Shizentai, d. h. das rechte
Bein ist bei beiden etwas vorgestellt. Tori nimmt den rechten Fuß einen
halben Schritt zurück und dreht ihn etwas nach links. Dabei zieht er
seinen Gegner mittels Hebezug nach vorn.
Uke muß das linke Bein versetzen, um die Störung des Gleichgewichtes
auszugleichen.
## Tsukuri
Noch ehe Uke den Schritt beendet hat, führt Tori schnell sein linkes
Bein dicht hinter seinem rechten herum und setzt den linken Fuß außen
neben Ukes linken Fuß. Dabei bringt er den rechten Unterarm unter Ukes
linke Achselhöhle - die Innenseite drückt gegen Ukes Rippen - und hebt
die gegnerische linke Schulter nach rechts vorn oben. Außerdem schiebt
er die rechte Hüfte eng an Ukes Unterleib in Höhe der Leistengegend
heran. Mit dem linken Arm zieht Tori indessen Ukes rechten Ärmel nach
vorn.
Durch den Einsatz der Arme wird Uke von Tori gezwungen, noch das rechte
Bein vorzubringen. Sobald sich aber Ukes Füße auf gleicher Höhe
befinden, muss Tori den Gegner mit dem rechten Arm auf das rechte Bein
drücken, zugleich das rechte Bein schnell locker nach rechts
ausstrecken und den Fuß außen neben Ukes rechten Fuß stellen. Die Wade
muss, da alle 4 Füße in einer Linie sind, eng an des Gegners rechtem
Schienbein anliegen und damit dessen rechtes Bein unterhalb des Knies
sperren. Toris linkes Bein hingegen ist gebeugt.
Uke muss in diesem Augenblick so im Gleichgewicht gestört sein, dass sein
Körpergewicht nur noch auf den Fußballen, insbesondere auf dem rechten,
ruht.
## Kake
Bei richtigem Tsukuri müssen jetzt Toris rechtes Bein, seine rechte
Hüfte und der Kopf eine Achse bilden, um die Uke nach vorn geworfen
wird. Um das zu erreichen, zieht Tori mit dem linken Arm kräftig nach
links unten und dreht den Oberkörper nach links. Der rechte Arm bleibt
in der beschriebenen Art gebeugt und unterstützt als starrer Hebelarm
des Oberkörpers entscheidend das Vollstrecken des Wurfes. Es ist
zweckmäßig, wenn sich die Innenseite des rechten Handgelenkes gegen
Ukes linkes Schlüsselbein legt.
Tori erleichtert sich den Wurf ganz wesentlich, wenn er die Anstrengung
der Arme und des Oberkörpers durch ein federndes, völliges Strecken des
rechten Beines unterstützt.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler:
- Tori stellt den linken Fuß nicht weit genug zurück und damit nicht in
eine Linie mit Ukes Füßen.
- Tori drückt Uke nicht auf das rechte Bein.
- Tori beugt beim Kake den Oberkörper nach vorn.
- Tori arbeitet beim Kake nur mit den Armen und nicht hauptsächlich
mit der Rumpfdrehung.

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@@ -0,0 +1,55 @@
# O-Goshi
(Abb. 107—111)
Wie beim Uki-Goshi (siehe Wurf 4) ist es für die Ausführung dieses
Wurfes günstig, wenn Ukee sich etwas vorgeneigt hat.
## Kuzushi
Toris Aktionen, die Ukes Gleichgewicht stören, sind die gleichen, wie
sie beim Uki-Goshi (bzw. 1. oder 2. Variante) beschrieben wurden.
## Tsukuri
Auch das "Eindrehen" erfolgt auf die gleiche Weise wie beim Uki-Goshi
(bzw. 1. oder 2. Variante).
Tori muß aber seine Beine wesentlich mehr beugen und seine rechte Hüfte
vor die rechte Leiste von Uke und in gleiche Höhe mit dieser bringen.
Außerdem neigt sich Tori so weit nach links, daß seine rechte Seite bis
zur äußersten Grenze gebogen wird und die Schulterlinie nahezu
senkrecht verläuft (vgl. Abb. 111).
Der rechte Arm Toris gleitet auch hier während des Eindrehens unter
Ukes linkem Arm hindurch. Er legt sich jedoch schräg gegen Ukes Rücken,
so daß schließlich Toris rechte Handfläche kräftig auf Ukes rechtes
Schulterblatt drückt. Hierdurch und infolge des Zuges am rechten Arm
nach vorn unten wird Uke etwas nach rechts geneigt und kommt mit seiner
Brust ganz eng mit der rechten Seite von Tori in Berührung.
## Kake
Tori dreht sich nun in den Hüften nach links. Sein rechter Arm ist
weiterhin an den gegnerischen Rücken gepresst, während der linke Arm
Uke an der Brust vorbei nach unten zieht. Durch diese Drehbewegung wird
Uke emporgehoben und schließlich oberhalb der Hüfte über die rechte
Seite von Tori geworfen.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Tori beugt nicht weit genug die Knie.
- Tori schiebt die rechte Hüfte zu weit nach rechts heraus.
- Tori beugt den Rumpf betont nach vorn statt zur Seite.
- Tori drückt mit der rechten Hand nicht auf Ukes rechtes Schulterblatt
und dreht auch nicht genügend den Schultergürtel nach links, um Ukee zu
werfen. Statt dessen streckt er die Beine wie beim Uki-Goshi.
Im Wettkampf wird O-Goshi von Kämpfern, die diesen Wurf bevorzugen,
fast nur mit der normalen Faßart ausgeführt. Die rechte Hand bleibt
also an Ukes rechtem Jackenkragen, und nur der rechte Ellenbogen wird
mit einem Ruck von unten nach oben unter Ukes linker Achselhöhle
hindurchgeschoben. Beim Kake drückt dann Toris rechter Unterarm mit der
Elle die gegnerische linke Achselhöhle nach vorn oben rechts.

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@@ -0,0 +1,78 @@
# O-Soto-Gari
Abb. 95—101
## Kuzushi:
Tori und Uke befinden sich in der Stellung Migi-Shizentai. Tori zwingt
Uke, den linken Fuß nach links vorn zu setzen, indem er sich
zurückzieht, dabei den rechten Fuß einen Schritt zurücksetzt (Fußspitze
etwas nach außen) und Uke mittels Hebezug nach links vorn zieht.
## Tsukuri
Danach nimmt Tori den linken Fuß bis in die Höhe seines rechten zurück
ohne ihn jedoch im geringsten zu belasten. Dabei verstärkt er den Zug
mit seinem linken Arm und richtet ihn auf seine rechte Hüfte zu.
Die Folge davon ist, daß Uke seinen rechten Fuß nach vorn links setzen
muß, etwa auf die gleiche Höhe, auf der bis dahin die Verbindungslinie
von Toris und Ukes Schwerpunkt verlief. Sobald Uke den rechten Fuß zu
belasten beginnt, ändert Tori ruckartig die Zugrichtung seines linken
Armes. Er zieht von nun an bis zur Beendigung des Wurfes mit dem linken
Arm kräftig dicht an seiner linken Hüfte vorbei. Gleichzeitig tritt er
mit dem linken Fuß einen großen Schritt nach links vorn, etwa eine
Schulterbreite neben Ukes rechten Fuß, und stößt mit dem rechten Arm
die gegnerische linke Schulter nach links oben und hinten.
Bei beendetem Tsukuri muß Toris Längsachse etwas nach vorn links
geneigt sein, das Körpergewicht des Werfers ruht voll auf dem leicht
gebeugten linken Bein, und die Brust drückt gegen Ukes rechten Oberarm
und rechte Brustseite. Uke ist in diesem Augenblick ganz deutlich nach
rechts hinten aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Last seines Körpers
ruht hauptsächlich auf seiner rechten Ferse und der Außenkante des
rechten Fußes.
## Kake
Nun schwingt Tori sein rechtes Bein etwas gebeugt zwischen Ukes rechtem
und seinem eigenen linken Bein leicht nach vorn und reißt beim
Rückwärtsschwung das rechte Bein von Uke kräftig in Zehen-Richtung weg.
Dabei trifft seine Kniekehle auf die Kniekehle des Gegners.
Zugleich wird Ukes Rumpf von Toris Brust und rechtem Arm nach hinten
gestoßen. Mit einer leichten Drehung des Oberkörpers nach links
vollendet Tori diesen Wurf.
Je mehr der Oberkörper die Arbeit der Arme und des Beines unterstützt,
um so wirkungsvoller ist der O-Soto-Gari. Der Rumpf muß mit dem
gleichen Schwung und im gleichen Winkel vorgebeugt werden, wie Toris
rechtes Bein nach hinten schwingt. Es empfiehlt sich, diese harmonische
Bewegung nach und nach soweit zu steigern, bis sich Tori bei Ausführung
des Wurfes einen Augenblick fast in der Standwaage befindet.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Tori zieht Uke mit dem linken Arm nicht genügend auf das rechte Bein.
- Tori stößt Ukes linke Schulter beim Tsukuri nicht nach links oben und
hinten.
- Tori nimmt beim Vorschwingen des rechten Beines den Rumpf den zurück
(Hohlkreuz).
- Toris Brust hat nach beendetem Tsukuri keine enge Berührung mit Uke.
- Tori setzt beim Kake den Rumpf nicht mit ein.
## Variante des O-Soto-Gari (Abb. 102—106)
Tori drückt, von der Stellung Migi-Shizentai ausgehend. Uke leicht nach
hinten. Dieser muss den, rechten Fuß zurücksetzen. Sobald sich Ukes
rechter Fuß etwa auf gleicher Höhe mit dem linken befindet, zieht Tori
mit dem linken Arm plötzlich ruckartig nach links unten und gleich
darauf nachhaltig in Richtung seiner linken Hüfte. Gleichzeitig stellt
er seinen linken Fuß von außen bis neben Ukes rechten Fuß vor und stößt
mit dem rechten Arm die gegnerische linke Schulter nach hinten oben.
Von diesem Augenblick an muss so, wie weiter vorn unter Tsukuri und
Kake beschrieben, verfahren werden.

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# 0-Uchi-Gari
(Abb. 132—137)
## Kuzushi
Uke und Tori stehen sich im Shizentai gegenüber, d. h.sie haben weder
das rechte noch das linke Bein vorgestellt und ihre Füße stehen etwa
schulterbreit auseinander.
Tori zieht sich zurück, als ob er einen Wurf vorbereiten will, bei dem
Uke nach vorn fallen soll. Er setzt dazu den linken Fuß etwas zurück
und zieht dabei mit dem Körper Uke nachdrücklich nach vorn.
Uke widersteht einer Störung des Gleichgewichts nach vorn, indem er die
Füße schnell weit auseinanderstellt (Jigotai) und sich mit den Beinen
gegen den Zug stemmt. Gleichzeitig muß er seinen Schwerpunkt deutlich
nach hinten verlagern.
## Tsukuri
Ohne den Zug auch nur einen Augenblick zu vermindern, reißt sich Tori
an Uke heran. Dabei drückt er sich, nachdem er das Körpergewicht wieder
über das rechte Bein gebracht hat, mit dem rechten Fuß nach vorn ab. Im
selben Augenblick zieht er den linken Fuß immer in Mattenberührung nach
und setzt ihn mit den Zehen nach links, also um 90 Grad gedreht, mitten
vor Ukes Füße. Beim Aufsetzen des linken Fußes drückt Tori plötzlich
mit dem rechten Arm Ukes linke Schulter nach links hinten. während er
mit dem linken Ukes rechten Arm dicht an seiner linken Hüfte
vorbeizieht.
Nachdem das Körpergewicht fest auf dem leicht gebeugten linken Bein
ruht, schiebt er sein rechtes Bein mit der Ferse voran zwischen die
Beine von Uke. Dann beugt er das Bein und legt es wie einen Haken
hinter Ukes linkes Bein. Die Kniekehlen kommen aufeinander zu liegen.
## Kake
Unmittelbar darauf reißt Tori mit dem gebeugten rechten Bein das
gegnerische linke Bein erst etwas nach außen und dann in einem Bogen
nach links vorn (Zehenrichtung). Gleichzeitig stößt er Uke mit dem
rechten Arm, der Handballen drückt gegen Ukes linke Brustseite, kräftig
von sich weg nach links hinten. Das geschieht unter Einsatz des ganzen
Körpers. Dabei muss Tori gleichzeitig das linke Bein und den rechten
Arm strecken. Mit dem linken Arm zieht er indessen kräftig weiter dicht
an seiner linken Hüfte vorbei.
Eine Hilfestellung wie bei den vorhergehenden Würfen ist hier nicht
möglich. Tori muß aber, um nicht nachzustürzen, im letzten Augenblick
das rechte Bein weit vorsetzen und mit der rechten Hand loslassen.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Tori und Uke schaffen anfangs nicht die Gleichgewichtsverhältnisse,
die die Ausführung des Wurfes gestatten.
- Tori geht zu "frontal" an Uke heran.
- Tori drückt Uke beim Tsukuri oder Kake auf das rechte Bein.
- Tori reißt zur Einleitung des Kake Ukes linkes Bein nicht erst etwas
nach außen.
- Tori stößt den Gegner beim Kake nicht mit dem rechten Arm nach links
hinten.
- Tori dreht beim Kake das Becken nicht wieder nach rechts.
## Variante des O-Uchi-Gari (Abb. 138—142)
Tori leitet den Wurf, wie es bereits beschrieben wurde, ein. Uke stemmt
sich aber diesmal gegen den Zug nach vorn, indem er die Beine weiter
grätscht und den rechten Fuß vorsetzt (Migi-Jigotai). Nun zieht Tori
den Gegner in einem weiten Bogen nach links vorn und nötigt ihn auf
diese Weise. den linken Fuß vorzusetzen. Gleichzeitig zieht er selbst
den linken Fuß an den rechten heran, die Zehen zeigen nach links.
Sobald sein linkes Bein das Körpergewicht übernommen hat, schiebt er
sein rechtes Bein zwischen Ukes Beine und reißt das gegnerisdie linke
Bein wie bereits bekannt erst etwas nach außen und dann in einem Bogen
nach links vorn. Das muß genau in dem Augenblick geschehen, in welchem
Uke sein linkes Bein gerade wieder belasten will. Der Einsatz der Arme
und des ganzen Körpers ist der gleiche wie bei der vorhergehenden
Wurfausführung.

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# Okuri-Ashi-Barai
(Abb. 171—176)
## Kuzushi
Uke steht in der Stellung Shizentai, d. h., er hat beide Füße auf
gleicher Höhe.
Tori stört Ukes Gleichgweicht nach links, indem er den rechten Fuß nach
rechts wegsetzt und dabei den Gegner mitzieht.
## Tsukuri
Dadurch wird Uke gezwungen, erst den linken Fuß nach rechts zu setzen
und gleich darauf, wenn Tori seinen linken Fuß an den rechten
heranzuziehen beginnt, den rechten wieder neben den linken zu stellen.
## Kalte
In dem Augenblick, in dem Uke gerade seinen rechten Fuß neben den
linken niedersetzen will, fegt Tori diesen blitzschnell mit seiner
linken Fußsohle, die von außen in Knöchelhöhe angesetzt wird, in
Richtung von Ukes linkem Fuß weg. Dadurch werden Uke praktisch beide
Beine weggerissen. Zugleich macht Tori eine Bewegung, als wollte er Uke
plötzlich mittels Bein-, Rumpf- und Armeinsatzes hochreißen. Er preßt
dazu für diesen Augenblick seine Ellenbogen gegen die Hüften, spannt
die Muskeln des Unterleibes, dreht die Fäuste in den Handgelenken sehr
schnell in einem kleinen Halbkreis erst nach unten, dann nach innen und
schließlich wieder nach oben, so daß die Handflächen nach oben zeigen
und Ukes rechter Arm gegen dessen Körper gedrückt wird, und hebt Uke
an.
Tori muß den linken Fuß, nachdem Ukes beide Beine den Boden verlassen
haben, sofort neben seinem rechten aufsetzen, um selbst wieder einen
sicheren Stand zu erlangen, in dem er Uke eine gute Hilfestellung geben
kann.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Tori beugt das linke Bein bei der Fegebewegung.
- Tori befindet sich zu dicht an Uke.
- Tori zieht beim Kake mit dem linken Arm nach unten.
- Tori reißt Uke nicht gleichzeitig mit der Fegebewegung des Beines
hoch.

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# Seoi-Nage
(Abb. 125—131)
## Kuzushi
Wenn beide Partner sich in der Stellung Migi-Shizentai befinden, zieht
sich Tori etwas zurück, indem er den linken Fuß hinter seinen rechten
nimmt (Fußspitze nach links) und sofort das linke Bein mit dem ganzen
Körpergewicht belastet. Gleichzeitig dreht Tori den Schultergürtel
nachhaltig nach rechts. Ukes Gleichgewicht wird auf diese Weise so
gestört, daß er, um es wieder zu erlangen, den linken Fuß nach links
vorn setzen muss.
## Tsukuri
Noch ehe Uke das linke Bein wieder belasten kann, stellt Tori den
rechten Fuß bis auf die Höhe von Ukes linkem Fuß nach links vorn.
Dabei beugt er die Beine noch mehr als beim 0—Goshi (6. Wurf).
Schließlich stellt er, während Uke das linke Bein belastet und das
rechte vorzusetzen beginnt, den linken Fuß innerhalb und dicht vor Ukes
linkem Fuß auf. Durch kurzes Nachtreten wird der rechte Fuß in der
gleichen Weise vor den rechten Fuß des Gegners gestellt. Nach beendetem
Tsukuri stehen die Füße von Uke und Tori wie beim Uki-Goshi oder
O—Goshi (siehe Würfe 4 und 6).
Während sich Tori eindreht, zieht er seinen Gegner mit dem rechten Arm
im Bogen auf sich zu und hinter seinen Rücken. Dabei muß er seinen
rechten Arm soweit es geht beugen und den rechten Ellenbogen mit einem
Ruck und in einem Bogen dicht an Ukes Körper vorbei von unten her unter
dessen rechtem Arm so weit hindurchschwingen, bis die Rückseite seines
rechten Unterarmes fest gegen Ukes rechte Achselhöhle drückt. Nun zeigt
seine Handfläche zum eigenen Schultergelenk, der Armbeugemuskel
(Bizeps) ist kräftig gespannt, und das Handgelenk wird, leicht einwärts
gebogen, ganz steif gemacht.
Durch einen kräftigen Zug mit dem linken Arm nach vorn oben schafft
Tori anfangs die Voraussetzung. dafür, den Unterarm in Ukes Achselhöhle
legen zu können. Schließlich sichert er die überaus wichtige enge
Berührung seines Rückens bis zur Lendengegend mit Ukes Brust und Bauch,
indem er Ukes rechten Arm schräg über seine Brust zieht.
## Kake
Tori löst mit einem Ruck der Hüften und schnellkräftigem Beinstrecken
Ukes Beine vom Boden, beugt sich etwas nach vorn und zieht mit dem
linken Arm kräftig nach unten. Wenn die beiden Füße von Uke den Boden
verlassen haben, senkt Tori die rechte Schulter mehr als die linke. Uke
fällt über Toris Schulter vor diesem zu Boden.
Für diesen Wurf eignet sich am besten ein etwas größerer Gegner. Er
lässt sich nur schwer mit einem kleineren Partner ausführen. Deshalb
muss beim Üben darauf geachtet werden, dass Tori und Ukee zumindest die
gleiche Größe haben.
## Varianten des Seoi-Nage
Das Hineingehen zum Wurf kann auch wie beim Uki-Goshi beschrieben (4.
Wurf einschl. Varianten) ausgeführt werden.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Tori bringt Uke während des Eindrehens nicht nach vorn aus dem
Gleichgewicht und erzwingt die enge Berührung seines Rückens mit Ukes
Brust und Bauch durch Zurückbeugen (Hohlkreuz).
- Tori hält nach beendetem Tsukuri den rechten Unterarm nicht
waagerecht, oder er hat ihn nicht unter Ukes Achselhöhle liegen.
- Toris rechte Handfläche zeigt nicht nach dem rechten Schultergelenk.
- Tori streckt beim Kake nicht die Beine, sondern versucht, nur durch
starkes Abbeugen nach vorn zu werfen.

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# Tsuri-Komi-Goshi
(Abb. 163—170)
## Kuzushi
Uke und Tori befinden sich in der Stellung Migi-Shizentai. Tori drückt
Uke leicht nach hinten, so daß dieser den rechten Fuß einen kleinen
Schritt zurücksetzen muß. Sobald Uke den rechten Fuß etwa in Höhe des
linken hat, zieht Tori mit dem linken Arm kräftig in Richtung der
eigenen linken Hüfte. Toris rechter Arm bleibt gestreckt und drückt
Ukes linke Schulter weiterhin nach hinten.
Die Wirkung des Einsatzes beider Arme muß so sein, daß Uke sich
hauptsächlich auf das rechte Bein stützt und seine Längsachse leicht
nach vorn geneigt ist.
## Tsukuri
In dem Augenblick, in dem Uke das rechte Bein wieder zu belasten
beginnt, stellt Tori schnell seinen rechten Fuß dicht an Ukes rechten
Fuß heran, die Zehen zeigen nach links. Unmittelbar darauf zieht er den
linken Fuß hinter seinen rechten und innen vor Ukes linken Fuß. Durch
kurzes Nachtreten setzt er schließlich den rechten Fuß von innen vor
den gegnerischen rechten Fuß. Nach beendetem Tsukuri stehen die Füße
von Uke und Tori wie beim Uki-Goshi, O-Goshi oder Seoi-Nage (siehe
Würfe 4, 6 und 8).
Beim Zurückziehen des linken Fußes hinter den rechten muß Tori sehr
stark die Beine beugen, so daß sein Becken Ukes Beine (besonders das
rechte) möglichst weit unterhalb des Unterleibs blockiert. Gleichzeitig
muss er Uke mit dem möglichst gestreckten rechten Arm nach rechts vorn
oben reißen, während er mit seinem ganzen Körpergewicht Ukes rechten
Arm nach unten zieht.
Für das Gelingen des Wurfes ist wichtig, daß sich Toris rechte Faust
bereits vor Beginn des Kake deutlich vor dem gemeinsamen Schwerpunkt
befinden muß.
## Kalte
Nun drehtTori mit verstärktem Zug des linken und Druck des rechten
Armes den Schultergürtel etwas nach links. Der bereits in gestreckter
Haltung in den Zehenstand gezwungene Uke verliert völlig das
Gleichgewicht und beginnt über Toris rechte Hüfte nach vorn zu kippen.
Der Wurf wird schwungvoll beendet, indem Tori unter dem kippenden
Gegner nach rechts vorn oben die Beine streckt.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Tori beugt im Verlauf des Eindrehens nicht weit genug die Beine.
- Tori beugt den Rumpf entweder schon beim Tsukuri oder während des
Kake zu weit nach vorn.
- Tori hat den rechten Arm nach beendetem Tsukuri noch zu weit hinten.
- Tori zieht nur ungenügend an Ukes rechtem Arm.
- Tori versucht schon die Beine zu strecken, noch ehe Uke völlig das
Gleichgewicht verliert und nach vorn kippt.
## Varianten des Tsuri-Komi-Goshi
Das Hineingehen zum Wurf kann auch wie beim Uki-Goshi (4. Wurf
einschließlich Varianten) oder beim Seoi-Nage (8. Wurf) beschrieben
ausgeführt werden.

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# Uchi-Mata
(Abb. 198—-204)
## Kuzushi
Uke und Tori befinden sich in der Stellung Migi-Shizentai, d. h., sie
haben das rechte Bein vorn.
Tori zwingt Uke, das linke Bein vorzusetzen, indem er sich durch
Heransetzen seines rechten Fußes an den linken ein Stück zurück- zieht.
Sobald Uke den linken Fuß vorzusetzen beginnt, stört Tori das
gegnerische Gleichgewicht nach links vorn, indem er Uke plötzlich unter
Einsatz des Rumpfes mit dem rechten Arm in einem weiten Kreisbogen nach
links vorn und schließlich auf seine linke Schulter zu zieht.
## Tsukuri
Durch diesen Zug wird Uke gezwungen, den linken Fuß weiter als
beabsichtigt und statt direkt nach vorn, nach links vorn zu setzen.
Noch ehe Uke den linken Fuß wieder voll aufsetzen kann, führt Tori mit
einer leichten Drehung auf dem rechten Fußballen den linken Fuß dicht
hinter seinem rechten herum und stellt ihn Ferse an Ferse so neben
diesen, daß die Zehen in die gleiche Richtung wie Ukes Zehen zeigen.
Das deutlich gebeugte linke Bein wird sofort mit dem ganzen
Körpergewicht belastet.
Während des Eindrehens zieht Tori den Gegner mit dem rechten Arm
weiterhin auf das linke Bein. Dabei muß er zugleich wie beim
Harai-Goshi den rechten Ellenbogen mit einem Ruck unter Ukes linke
Achselhöhle schieben und die Innenseite des rechten Unterarmes an Ukes
linke Brustseite legen. Toris linker Arm hingegen zieht den
gegnerischen rechten Arm nach vorn.
## Kake
In dem Augenblick, in dem Uke das linke Bein mehr als das rechte
belastet, schwingt Tori sein rechtes Bein zwischen den Beinen des
Gegners hindurch nach hinten oben, so daß die Rückseite seines
Oberschenkels Uke an der Innenseite des linken Oberschenkels hochhebt.
Gleichzeitig neigt Tori den Rumpf in der Weise nach vorn, daß Korper
und rechtes Bein jederzeit eine Gerade bilden und be
Ist Ton größer als Uke so Ist es zweckmäßiger für Ihn, bewegungsmäßig
wie eine Schaukel wirken, auf der Uke flach ausgestreckt auf der linken
Vorderseite liegt. Mit dem linken Arm zieht er Ukes rechten Arm eng an
seine Brust.
In dem Augenblick, in dem Toris Kopf den tiefsten Punkt der Geraden
bildet, dreht Tori seinen Schultergürtel nach links und damit auch Uke
wie um eine Achse. Dieser fällt auf den Rücken.
Es ist sehr wichtig, daß Tori sein rechtes Bein gut streckt, wenn er
Uke dreht. Er bleibt sonst unweigerlich an Ukes linkem Bein hängen und
stürzt nach. Das kann bei diesem Wurf recht üble Folgen für Uke haben.
Tori muß sich, noch während Uke fällt, aufrichten und ihm, selbst gut
im Gleichgewicht auf beiden Beinen stehend, Hilfestellung leisten.
## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler
- Tori zieht Uke nicht auf das linke Bein.
- Tori dreht nicht weit genug ein.
- Tori beugt das Schwungbein.
- Tori dreht am Ende des Kake nicht den Schultergürtel nach links.
- Tori pendelt nicht genug mit dem Rumpf nach vorn unten und
gleichzeitig mit dem rechten Bein nach hinten oben.
## Variante des Uchi_Mata (Abb. 205)
Ist Tori Größer als Uke, so ist es zweckmäßiger für ihn, beim Tsukuri
und Kake den rechten Ellenbogen wie auf Abb. 205 hochzustellen. Die
rechte Hand zieht in diesem Falle kräftig in Richtung des rechten
Schulterblattes. Der Handrückken zeigt dabei nach oben.

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!! Ausführliche Beschreibung
* '''Ausgangsstellung''': [[Uke]] und [[Tori]] stehen sich mit normale gefasst gegenüber und haben jeweils den ihren rechten Fuss vorn.
* '''[[Kuzushi]]''': Tori macht mit dem rechten Fuss einen Schritt nach hinten. Dabei zieht er Uke mit, sodass dieser zu einem Schritt mit seinem linken Fuss nach vorne gezwungen wird.
* '''[[Tsukuri]]''': Tori zieht Uke weiter nach vorne und zieht den linken Fuss ein Stück nach hinten. Den Zug besorgt Tori insbesondere mit seinem linken Arm in Richtung seiner rechten Hüfte. Uke wird durch den Zug mit dem rechten Fuß nach vorne gezwungen.
* '''[[Kake]]: Kurz bevor Uke seinen rechten Fuß komplett auf der Matte aufsetzt und sein Glecihgewicht auf diesen verlagern will, legt Tori seine linke Fussinnenseite von aussen und leicht hinten an Ukes rechten Fuß und führt es nach links - vorne an Ukes linkem Bein vorbei - weg. Dieses [[AshiWaza/Barei | Fegen]] muss sehr schnell und mit dem richtigen Timing erfolgen. Genau in dem Moment, wo Uke sein Gewicht auf sein rechtes bein verlagern 'will' aber noch nicht 'hat'. Das Ganze wird durch die Arm - Toris linke Hand zieht weiter schräg nach unten während die rechte Ukes linke Schulter nach rechts oben reißt. Wenn Uke fällt, setzt Tori seinen linken Fuß schnell wieder in einen sicheren Stand um eien korrekte Hilfestellung zu geben.