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Hiza-Guruma

Wurfausführung (Abb. 67-72)

Hiza-Guruma

Kuzushi

Ausgangsposition für den Hiza-Guruma ist wiederum die Stellung Migi-Shizentai.

Tori setzt seinen rechten Fuß nach rechts hinten und nahezu senkrecht zu Ukes linkem Fuß (Ferse nach außen). Er dreht sich dabei etwas nach links und zieht Uke auf diese Weise nach rechts vorn.

Uke kann sein Gleichgewicht nur aufrechterhalten, indem er seinen linken Fuß einen Schritt vorsetzt.

Tsukuri

Noch bevor Uke sein Körpergewicht voll auf sein linkes Bein verlagern kann, sperrt Tori mit der Fußsohle seines fast gestreckt angehobenen linken Beines das gegnerische rechte Bein. Die Berührungsstelle befindet sich dicht unter Ukes Knie. Außerdem lehnt sich Tori ein wenig zurück, so dass er selbst unbedeutend aus dem Gleichgewicht ist. Sein rechtes Bein ist leicht gebeugt.

Kake

Sobald die Fußsohle fest an Ukes Bein anliegt, dreht Tori seinen Rumpf ruckartig weiter nach links und verstärkt damit entscheidend den kräftigen Zug seiner linken Hand an Ukes rechtem Ärmel. Der Armzug muss zweckmäßig, zumindest bei Beginn des Kake, etwas nach oben gerichtet sein. Toris rechte Hand unterstützt die Anstrengung der linken durch einen parallelen Zug am linken Jackenaufschlag.

Uke wird auf diese Weise auf die Fußspitzen gezwungen und verliert völlig das Gleichgewicht. In diesem Augenblick ändert Tori die Zugrichtung seines linken Armes nach unten. Dadurch rufen beide Arme gemeinsam eine Drehbewegung hervor, die Uke endgültig zu Fall bringt.

Da Tori bei diesem Wurf selbst mehr als beim De-Ashi-Barai aus dem Gleichgewicht gerät, muss er besonders darauf achten, dass er, noch während Uke fällt, wieder fest auf beide Beine zu stehen kommt und nicht nach rückwärts umkippt. Es ist zweckmäßig, den linken Fuß in der Zugrichtung - etwas mehr als schulterbreit vom rechten entfernt - aufzusetzen.

Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler

  • Uke dreht sich nach links ab.
  • Tori zieht mit der linken Hand bereits beim Tsukuri nach unten.
  • Tori setzt den linken Fuß zu tief an.
  • Tori tritt nicht weit genug nach rechts heraus.
  • Tori beginnt bereits verstärkt zu ziehen, noch ehe Ukes rechtes Bein wirksam blockiert ist.
  • Tori nutzt beim Kake nicht die Kraft des Rumpfes, sondern zieht nur mit den Armen.

Variante des Hiza-Guruma (Abb. 73-78)

Mit Hiza-Guruma kann man aber auch wirkungsvoll werfen, wenn Uke den rechten Fuß gerade vorn hat. Die Vorbereitung des Kake ist dann allerdings etwas anders und fällt dem Anfänger schwerer, weil Tori aus Ukes Schrittrhythmus heraus muss.

Kuzushi

Uke und Tori haben den rechten Fuß etwas vorgesetzt, d. h. sie stehen in der Stellung Migi-Shizentai.

Tori zieht seinen rechten Fuß etwa einen halben Schritt zurück und zwingt damit Uke durch entsprechenden Hebezug nach vorn, seinerseits den linken Fuß vorzusetzen.

Tsukuri

Wenn Uke den linken Fuß vorzubringen beginnt, gleitet Tori, nun ebenfalls mit dem linken Fuß, einen Schritt zurück. Auf diese Weise kann er den rechten Fuß, wie in der ersten Art beschrieben, erst nach rechts heraus setzen und sich nach links drehen, wenn Uke auf dem linken Bein steht und das rechte gerade verbringt. Wichtig ist, dass diesmal Uke gleichzeitig nach links vorn gezogen wird, damit er den rechten Fuß nicht zu weit in seiner bisherigen Bewegungsrichtung vorstellt.

Sobald Uke einen Teil seines Körpergewichts auf sein rechtes Bein verlagert hat, verstärkt Tori plötzlich den Zug mit dem linken Arm, wobei Uke wieder nach vorn gezogen wird. Nun sperrt Tori, wie für die erste Art beschrieben, Ukes rechtes Bein.

Das darf aber erst geschehen, wenn Ukes Gewicht nur noch auf dem rechten Fußballen ruht.

Kake

Um den Wurf zu vollstrecken, verfährt Tori von diesem Augenblick an wie bei der ersten Art.