# Uchi-Mata (Abb. 198—-204) ## Kuzushi Uke und Tori befinden sich in der Stellung Migi-Shizentai, d. h., sie haben das rechte Bein vorn. Tori zwingt Uke, das linke Bein vorzusetzen, indem er sich durch Heransetzen seines rechten Fußes an den linken ein Stück zurück- zieht. Sobald Uke den linken Fuß vorzusetzen beginnt, stört Tori das gegnerische Gleichgewicht nach links vorn, indem er Uke plötzlich unter Einsatz des Rumpfes mit dem rechten Arm in einem weiten Kreisbogen nach links vorn und schließlich auf seine linke Schulter zu zieht. ## Tsukuri Durch diesen Zug wird Uke gezwungen, den linken Fuß weiter als beabsichtigt und statt direkt nach vorn, nach links vorn zu setzen. Noch ehe Uke den linken Fuß wieder voll aufsetzen kann, führt Tori mit einer leichten Drehung auf dem rechten Fußballen den linken Fuß dicht hinter seinem rechten herum und stellt ihn Ferse an Ferse so neben diesen, daß die Zehen in die gleiche Richtung wie Ukes Zehen zeigen. Das deutlich gebeugte linke Bein wird sofort mit dem ganzen Körpergewicht belastet. Während des Eindrehens zieht Tori den Gegner mit dem rechten Arm weiterhin auf das linke Bein. Dabei muß er zugleich wie beim Harai-Goshi den rechten Ellenbogen mit einem Ruck unter Ukes linke Achselhöhle schieben und die Innenseite des rechten Unterarmes an Ukes linke Brustseite legen. Toris linker Arm hingegen zieht den gegnerischen rechten Arm nach vorn. ## Kake In dem Augenblick, in dem Uke das linke Bein mehr als das rechte belastet, schwingt Tori sein rechtes Bein zwischen den Beinen des Gegners hindurch nach hinten oben, so daß die Rückseite seines Oberschenkels Uke an der Innenseite des linken Oberschenkels hochhebt. Gleichzeitig neigt Tori den Rumpf in der Weise nach vorn, daß Korper und rechtes Bein jederzeit eine Gerade bilden und be Ist Ton größer als Uke’ so Ist es zweckmäßiger für Ihn, bewegungsmäßig wie eine Schaukel wirken, auf der Uke flach ausgestreckt auf der linken Vorderseite liegt. Mit dem linken Arm zieht er Ukes rechten Arm eng an seine Brust. In dem Augenblick, in dem Toris Kopf den tiefsten Punkt der Geraden bildet, dreht Tori seinen Schultergürtel nach links und damit auch Uke wie um eine Achse. Dieser fällt auf den Rücken. Es ist sehr wichtig, daß Tori sein rechtes Bein gut streckt, wenn er Uke dreht. Er bleibt sonst unweigerlich an Ukes linkem Bein hängen und stürzt nach. Das kann bei diesem Wurf recht üble Folgen für Uke haben. Tori muß sich, noch während Uke fällt, aufrichten und ihm, selbst gut im Gleichgewicht auf beiden Beinen stehend, Hilfestellung leisten. ## Hinweise auf die häufigsten Anfängerfehler - Tori zieht Uke nicht auf das linke Bein. - Tori dreht nicht weit genug ein. - Tori beugt das Schwungbein. - Tori dreht am Ende des Kake nicht den Schultergürtel nach links. - Tori pendelt nicht genug mit dem Rumpf nach vorn unten und gleichzeitig mit dem rechten Bein nach hinten oben. ## Variante des Uchi_Mata (Abb. 205) Ist Tori Größer als Uke, so ist es zweckmäßiger für ihn, beim Tsukuri und Kake den rechten Ellenbogen wie auf Abb. 205 hochzustellen. Die rechte Hand zieht in diesem Falle kräftig in Richtung des rechten Schulterblattes. Der Handrückken zeigt dabei nach oben.